Zu “Zweisamkeit”

Die Geschichte ist 2017 beim Verlag p.machinery in der Anthologie Parasitengeflüster erschienen. Diese ist überall, wo es Bücher gibt, als Paperback oder Ebook erhältlich. Unten stehend findet ihr die Leserstimme, die im Zuge einer Leserunde auf Lovelybooks gepostet wurden. Achtung, Spoileralarm!

Zur Lovelybooks-Leserunde

Großartige Geschichte mit leichtem Ekelfaktor. Absolut nach meinem Geschmack. Schon als die kleine Spinne im Restaurant unter die Tischdecke krabbelte, hab ich aufgemerkt. Was mir hier besonders gefällt, dass es einen unscheinbaren, schüchternen Typen befällt. Wie oft hört man in den Nachrichten von den Nachbarn “Er war immer so nett und eigentlich zurückhaltend. Das hätten wir nie von ihm erwartet. etc.” Daran musste ich bei dieser Geschichte oft dran denken und das hat den Gruselfaktor noch etwas erhöht. Zum Zweiten musste ich bei der Spinneninvasion zum Schluss, etwas an “Es” von Stephen King denken (nur, dass sie da nicht unter die Haut krabbeln). Klasse Geschichte.

Marakkaram auf Lovelybooks

Oh ja, eindeutig Ekelfaktor. Bei der Szene im Lokal hätte das Ganze noch ein Remake von Peter Parker werden können und unser Held wäre nach dem Biss einer atomar verseuchten Spinne in der Lage gewesen senkrecht an Gebäuden herum zu klettern. Aber die Autorin hatte Anderes im Sinn. Allein die Vorstellung unter meiner Haut könnte etwas wachsen, sich bewegen, furchtbar. Spätestens als die Spinne aus der Beule ins Waschbecken gefallen ist wäre ich schreiend in Panik ausgebrochen. Aber das reicht der Autorin noch nicht. Die Krabbeltiere müssen auch noch von diabolischer Grausamkeit sein und finden anscheinend Gefallen daran ihren Wirt zur Brutalität anzustacheln. Und wieder ziehe ich einen Vergleich. Im Film Lost in Space wird der Doktor von einem Spinnenwesen angegriffen und danach entwickeln sich in der Wunde neue Tiere, die den Doktor in ein Monster verwandeln. Daher die Inspiration? Ich weiß schon warum mein Mann bei uns zu Hause für die Spinnenvernichtung zuständig ist. In Zukunft werde ich den Viechern jedenfalls nicht mehr zu nahe kommen.

Doreen_Klaus auf Lovelybooks

Eine toll geschriebene Geschichte, bei dem Vornamen “Thekla” muss man ja über Spinnen schreiben, denn die kommt ja auch bei der Biene Maja vor☺ Aber echt jetzt für Spinnen – davon – Laufer ,wie ich eine bin, ist diese Geschichte, der absolute Horror. Ich habe mir richtig vorgestellt, wie die Spinnen heraus krabbeln und obwohl es mich furchtbar geekelt habe, musste ich einfach weiter lesen. Ich hoffe, dass dieses Szenario nie Wirklichkeit wird.

rewareni auf Lovelybooks

Ich fand die Spinneninvasion auch ekelig – meine Frau dürfte die Geschichte nie lesen 🙂 Trotzdem hat mir die Geschichte gefallen *g*

kingofmusic auf Lovelybooks

Eine wirklich “fiese Story”, die ohne Frage in diese Sammlung gehört! Der morbiden Faszination dieser sehr plastischen Parasitengeschichte konnte auch ich mich kaum entziehen. Obgleich der unangenehme Ekelfaktor mir mehrfach Gänsehaut beschert hat, musste ich einfach weiterlesen. Es kursieren immer wieder angebliche Tatsachenberichte von Spinnen durch die Medien, die Eier unter der Haut ablegen sollen. Hier wird diese menschliche Ur-Angst quasi auf die Spitze getrieben. Die Beschreibung des zunehmend unter Kontrollverlust leidenden Wirtes ist sehr anschaulich, so dass das “Mitfiebern” extrem leicht fällt. Die zunehmende Verdächtigung der untreuen Freundin mischt sich gekonnt mit der Verzweiflung, die die parasitäre Übernahme mit sich bringt. (Zu Beginn dachte ich noch, die Partnerin hätte etwas mit den Parasiten zu tun und würde den Protagonisten als “Versuchsobjekt” überwachen). Die inneren Zwiegespräche sorgen dafür, dass man sich in die gestörte Seelenwelt eines schizophrenen Geisteskranken versetzt fühlt. Verstörend, aber genial! Auch wenn das offene Ende viele Fragen zur Herkunft und Beschaffenheit der Parasiten übrig lässt, fühlt die Geschichte sich “rund” und abgeschlossen an. Als besonders positiv ist der Schreibstil zu erwähnen. Saubere, abwechslungsreiche Formulierungen gestalten das Leseerlebnis sehr angenehm und haben mich sofort mitgezogen. Kurzum: Eine sehr gelungene Geschichte, die in jedem Fall ein längeres Kribbeln hinterlässt!

Tariqnazar auf Lovelybooks

Kann mich den anderen nur anschließen, diese Geschichte hat einen sehr guten Ekelfaktor. Bei den krabbelnden Spinnen, kribbelt es einem schon beim lesen der Story. Und das obwohl ich nicht gerade Angst vor Spinnen habe oder mich vor ihnen ekle. Fand es auch nicht schlecht, das die Hauptfigur eher der unscheinbare Typ von nebenan ist. Sehr gut geschrieben, so das ich von Anfang bis Ende gut gefesselt von der Geschichte war.

FusselFelix auf Lovelybooks

Diese Geschichte war wirklich gruselig. Ich habe eigentlich nichts gegen Spinnen, weswegen mir die Szene im Lokal nicht besonders auffiel. Aber als das Spinnentier dann unter der Haut herumkrabbelte… Da schüttelt es mich jetzt noch.

Was ich noch witzig finde: Die Autorin ist die Namensvetterin, der Spinne in Biene Maja und schreibt von spinnenähnlichen Tieren 🙂

Traubenbaer auf Lovelybooks