Schreibtypen

Dinge neigen zum Veröden, wenn man sie zu genau plant. Zumindest wenn man der flexible Typ ist, der besser fährt, wenn er sich alle Routen offen hält. Wir haben neulich in der Uni über Schreibtypen gesprochen; das ist sinnvoll für junge Studenten, von denen die meisten noch nie wesentlich mehr geschrieben haben als Aufsätze und eine Seminararbeit. Aber auch mir eröffnete sich nach so vielen Jahren noch eine neue Welt, und ich beginne mein eigenes Schreiben wieder einmal mit neuen Augen zu sehen. Es ist gut zu wissen, dass der Prozess weiterhin lebt. Ich bin erst 30; es ist noch viel zu früh für zementierte Ansichten. → weiterlesen

Das Glück ist eine Serviette

„Du sitzt ja immer noch hier!“, sagt der Junge mit dem Hoverboard. Er war vorhin schon mal da: Wir haben Schach, Mensch-ärgere-dich-nicht und Mikado gespielt, dann ist er nach Hause gefahren, um zu Mittag zu essen, und jetzt ist er mit seiner nanna zurückgekehrt. Sie setzt sich an ihren Stammplatz, er saust auf dem Hoverboard davon. Das italienische Café gehört seinen Eltern. Und ich gehöre seit vier Stunden zum Inventar. Endlich mal wieder.→ weiterlesen