Rückblick: Juli 2018

Der Juli strahlt. Die Sonne und ich, wir leuchten um die Wette. Mein Balkon entwickelt sich zum Paradies und ein ICE bringt mich nach Hamburg, wo ich die Programmleiterin von Oetinger Taschenbuch treffe. 

Anfang Juli erhalte ich eine Email von Oetinger Taschenbuch: Die nette Programmleiterin bittet mich um ein Telefonat, doch ich kaufe mir stattdessen ein ICE-Ticket. Wer würde sich diese Gelegenheit entgehen lassen? Auch möchte ich während des Gesprächs dem Menschen ins Gesicht sehen können, der sich Cronos Cubes annehmen wird. Der persönliche Kontakt ist für mich einfach unersetzlich. Verraten darf ich von all dem noch nichts: Es wird noch bis November dauern, bis ich die Sensation endlich öffentlich machen darf.

Die Reise lohnt sich. Ich begegne herzlichen Menschen und kehre randvoll mit Hoffnung und Freude nach Hause zurück. Wenige Tage später knüpft der nächste Ausflug an: Diesmal geht es zum Mittelaltermarkt nach Burghausen. Mein Faible für Hotels wird voll bedient, denn wir schlafen im Hotel zur Post mitten in der Altstadt. In Burghausen lernen wir eine Twitterin und ihren Mann kennen; beide gehören inzwischen zu unserem Freundeskreis. Von wegen, es ist ja nur Twitter! Das Mittelalterfest ist auch großartig. Wenn es nur nicht so heiß wäre …

Schon in Burghausen kündigt sich an, dass mein Kopf seit Hamburg wieder nicht zur Ruhe kommt. Am Samstag genießen wir noch den Markt, am Sonntag explodiert mir der Schädel. Ich halte mir auf der gesamten Rückfahrt die Augen zu. Kein Medikament hilft. Das Eletriptan liegt daheim. Sobald die Migräneattacke vorüber ist, steht Cronos Cube 2 auf der Türschwelle.

Wenn mich nicht gerade die Migräne daran hindert, komme ich diesen Monat unheimlich gut mit Cronos voran. Und ich meine das wörtlich: Es ist gruselig, welche Kräfte mein Körper mobilisiert, wie viel Energie er aus dem Erfolgserlebnis zieht. In einer Woche entstehen 150 neue Seiten.

Um nicht auszubrennen – und weil mein Mann mich dazu überredet -, lege ich am Wochenende eine Pause ein. Das schafft Raum für unwillkommene Gedanken. Was fange ich eigentlich mit mir an, wenn ich nicht schreibe? Der Balkon blüht so vor sich hin, ein Spaziergang ist schnell erledigt, in die Stammbar geht es früher oder später sowieso. Aber verglichen mit meinen Problemen der vergangenen Monate sind diese Sorgen wirklich Kinkerlitzchen.

Aber ich halte trotzdem nicht durch.

Und auch hier wieder: Wenn ich produktiv sein kann, bin ich am stabilsten. Das ist die vielleicht wichtigste Erkenntnis, die ich aus diesen Monatsrückblicken ziehe.

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