“Wenigstens bin ich nicht tot.”

Fünf Tage die Woche ist er im Einsatz, und es bleibt neben der Arbeit keine ganze Stunde, die er für sich hat, ohne im Auto zu sitzen oder sich mit seiner Frau auseinandersetzen zu müssen. Er steht um sechs Uhr auf, sitzt um sieben Uhr im Auto, ist um acht Uhr im Büro, das er um 18 Uhr wieder verlässt, um eine Stunde später vor dem Haus zu parken, in dem er lebt; er unternimmt einen Spaziergang mit dem Hund, danach gibt es Essen und dann ist der Tag um, er ist satt und erschöpft und hat keine Lust, noch ein Fass aufzumachen, also liegt er auf dem Sofa und schaut fern, bis ihm die Augen zufallen und er ins Bett geht, um bis sechs Uhr morgens zu schlafen.

Er sagt, das sei eben so, wenn man Vollzeit arbeite. Sie sagt, dass das fünf Siebtel, also gut 70 Prozent seien, die er von seiner Lebenszeit der Arbeit widme. Und wofür? Wer 70 Prozent seiner Lebenszeit investiere, der müsse doch etwas tun, woraus er einen gewissen Mehrwert ziehe. Niemand investiert weit mehr als die Hälfte seines Vermögens in ein Unternehmen, ohne zu erwarten, dass er erstens die Investition wieder einnimmt und zweitens noch weit mehr herausholen kann.

Er sagt, aber ich bekomme doch etwas: meinen Lohn am Ende des Monats.

Sie sagt, wenn das dein Antrieb ist, dann verkaufst du deine Lebenszeit also? Dein Gehalt ist der Gegenwert, den du für deine Arbeit erhältst. Du bekommst jede Stunde bezahlt. Aber bekommst du auch die Tatsache bezahlt, dass deine Arbeitszeit so gelegt ist, dass du nebenher nichts anderes mehr tun kannst, so dass du gezwungen bist, deinen Tag voll und ganz der Tätigkeit zu opfern, von der du nur acht Stunden bezahlt bekommst? Und was machst du eigentlich mit deinem Lohn? Du bezahlst das Haus, das Auto, das Essen, neue Kleidung, den Urlaub. Da kann man nichts sagen; du hast Ausgaben, und die müssen bezahlt werden, und das Geld wächst eben nicht auf Bäumen, und deshalb arbeitest du.

Ich stelle jetzt eine Behauptung auf, die ich nicht beweisen kann, aber ich bin ganz sicher, dass sie stimmt: Je mehr du einnimmst, desto mehr musst du ausgeben. Ich behaupte, dass du mit einem geringeren Einkommen nicht in Geldnot geraten würdest, und dass du, obwohl du auf das eine oder andere verzichten müsstest, diese Dinge bald nicht mehr vermissen würdest. Du würdest nicht deprimiert zu Hause sitzen und das Vier-Sterne-Hotel im Urlaub missen oder die Besuche in der Therme und das häufige Essengehen im Restaurant. Du hast dir Dinge zur Gewohnheit gemacht, die du nur ausprobiert hast, weil du sie dir leisten konntest, und jetzt arbeitest du, um dir Dinge zu leisten, die du nicht bräuchtest, wenn du nicht so viel arbeiten und verdienen würdest.

Du sagst, die Arbeit macht dir Spaß. Aber ich frage dich, woher weißt du denn, was dir Spaß macht? Hattest du denn schon jemals die Zeit, dich das ernsthaft zu fragen? Ich sage dir, dass weder ein Hobby noch eine Begabung an deine Tür klopfen, um sich anzumelden. Wenn du eine Begabung hast, dann wirst du sie nicht entdecken, weil du nicht die Gelegenheit bekommst, Neues auszuprobieren. Du wirst nicht wissen, aus welchem Hobby du Kraft zum Leben schöpfen könntest, weil du auch dafür keine Zeit hast. Du weißt nicht, ob du deine Lebenszeit nicht lieber in die Botanik investieren würdest, oder in die Astrophysik. Bleiben wir bei der Astrophysik – angenommen, du entdeckst deine Leidenschaft für den Weltraum, du beginnst, die Spektrum zu lesen, und kaufst dir ein Teleskop. Du weißt genau, was ein Erdbeermond und ein Vollmars ist, und du fieberst dem Perseiden-Schauer entgegen. Dann wirst du plötzlich merken, wie wenig Zeit neben der Arbeit bleibt, um zu lesen und in den Himmel zu blicken. Da das eine Tätigkeit ist, die man nachts am besten tun kann, wirst du dich vielleicht abends wach halten und deinem Hobby nachgehen. Plötzlich kommst du morgens nur noch schlecht aus dem Bett und bist in der Arbeit unkonzentriert, weil du zu wenig Schlaf hattest. Dann wirst du merken, dass die Arbeit eine eifersüchtige Geliebte ist, die nicht zulässt, dass du dich neben ihr noch anderen Tätigkeiten widmest.

Oder sagen wir, du entdeckst die Erfüllung im Wandern, dich fasziniert die Natur, du willst an die frische Luft und den Wind in den Bäumen rascheln hören. Nie zuvor hättest du dir vorstellen können, wie sehr dich das entspannt und dir eine Ahnung vom Sinn des Lebens gibt. Da wird dir dein Büro auf einmal sehr eng und leblos vorkommen, und du wirst die 70 Prozent, die dir jetzt als so normal und hinnehmbar erscheinen, als sinnlos investierte Lebenszeit empfinden.

Du bleibst dabei, dass es dir nichts ausmacht, so viel zu arbeiten; es muss sein und es macht dir Spaß. Dann möchte ich noch einmal auf die Sache mit dem Mehrwert zurückkommen. Abgesehen von deinem monatlichen Gehalt auf dem Konto: Was tust du während deiner Tätigkeit für dich? Nimmst du etwas von dem, womit du 70 Prozent deiner Zeit verbringst, mit nach Hause, ziehst du Energie daraus, hat es für dich einen immateriellen Mehrwert, einen tieferen Sinn?

Ja, sagt er. Ich habe mit Menschen zu tun, die mit mir interagieren. Ich kann mich gut fühlen, wenn ich ein gutes Gespräch hatte, oder stolz, wenn ich ein gutes Geschäft abgeschlossen habe. Das ist etwas, das ich geleistet habe, und das mir Spaß gemacht hat. Und je besser ich drauf bin, desto besser laufen die Gespräche und die Geschäfte, und so kann ich während der Arbeit richtig guter Laune werden. Und was legitimiert eine Tätigkeit mehr als die gute Laune, die sie auslöst? Ich will mich gut fühlen, und ich fühle mich während der Arbeit gut, und dafür werde ich dann auch noch bezahlt, was will ich mehr? Ich tu mir beim Arbeiten nicht weh und gehe nicht völlig erschöpft nach Hause. Es gibt deutlich schimmere Jobs.

Jetzt beginnst du, zu relativieren. Macht es dich glücklicher, wenn du dir während der Arbeit sagen kannst: Gut, dass ich das hier machen muss, und nicht etwas Schwierigeres, Langweiligeres, Schmutzigeres oder schlechter Bezahltes?

Er sagt, es fördert zumindest die Zufriedenheit.

Sie sagt, dann könnte man dich also auch an ein Fließband stellen, oder dich den ganzen Tag tote Tiere zerlegen lassen. Denn du könntest dir dann immer noch sagen: Wenigstens bin ich nicht tot. Wenigstens lebe ich, und immerhin gibt es hier ein Klo und wenn ich nach Hause komme, muss ich nicht hungern. Denn es gibt Menschen, die haben nichts dergleichen. Die laufen vier Kilometer in den nächsten Ort, nur um dort festzustellen, dass es keine Arbeit für sie gibt. Und in Afrika sprühen bettelarme Menschen Rosen mit Pestiziden ein, damit wir sie im Laden kaufen können. Sie werden dabei krank und vergiften sich, und all das müssen wir nicht fürchten, deshalb gibt es absolut keinen Grund, sich zu beschweren. Nicht über den Job, nicht über den Nachbarn oder unverschämte Autofahrer, auch nicht über die Politik. Denn immerhin haben wir keine Militärdiktatur, nicht wahr? Wir leben in Freiheit, haben ein Dach über dem Kopf, ein geregeltes Einkommen, ein Haus, ein Auto, ein Haustier. Uns geht es viel zu gut, als dass wir auch nur ein einziges böses Wort über all das sagen dürften.

Aber was passiert, wenn man aufhört, die Politik kritisch zu betrachten? Wenn man schläft, wenn man nicht protestiert, wenn man sich zufrieden gibt und sich nicht einmischt? Man wacht eines Tages in einem rechtsgerichteten Staat auf. Weil das die Menschen sind, die wählen gehen, um ihre Rechtspopulisten in die Parlamente zu bekommen. Und im Handumdrehen lebst auch du in einer Diktatur. Kannst du etwas dafür? Das ist die Frage. Du investierst 70 Prozent deiner Lebenszeit in den Job, du hast weder Zeit noch Muße, dich mit Politik zu befassen. Du kennst den Namen unserer Kanzlerin, aber beim Außenminister hört es bereits auf. Du weißt nicht, was die Bundeswehr macht, und was es bedeutet, wenn ihre Mittel aufgestockt werden. Du hast keine Ahnung, was Blair mit dem Irakkrieg zu tun hat, und du würdest niemals einen Blick in den CIA-Folterbericht werfen. Davon hast du keine Ahnung. Und wenn du sie hättest, was könntest du dann tun? Du bist ja voll ausgelastet mit deiner Arbeit, nicht wahr?

Das Problem ist: Nicht nur du bist voll und ganz ausgelastet. Und ich stimme dir zu: Wem würde es schon etwas bringen, wenn du jetzt anfangen würdest, dich an dem Unrecht der Welt aufzureiben und demonstrieren zu gehen? Einer mehr, was macht das schon? Nun, wenn neben dir noch 999 weitere Menschen auf den Gedanken kommen – und das ist bei einer Einwohnerzahl von 80 Millionen nicht unbedingt unwahrscheinlich –, dann sind es schon 1000 Menschen mehr, und das ist in heutiger Zeit traurigerweise kein Pappenstil mehr.

Stell dir mal vor, was wäre, wenn der Staat ein Bedingungsloses Grundeinkommen finanzieren würde. Stell dir vor, wir könnten es uns alle leisten, nur noch Teilzeit zu arbeiten, und hätten nebenher noch genug Zeit für unser eigenes Leben. Stell dir vor, die Balance wäre perfekt ausgewogen, 50 Prozent jeweils für Arbeit und Freizeit. Das wären dreieinhalb Tage Arbeit und dreieinhalb Tage Freizeit, ohne dass du dabei auf dein Haus, dein Auto und den Hund verzichten müsstest. Dann könntest du nicht mehr sagen, du wärst zu überarbeitet, um dich mit Politik auseinanderzusetzen. Du hättest Zeit, dich zu informieren, und das würde vielleicht den Wunsch in dir entzünden, dich zu engagieren. Und jetzt stell dir vor, all den anderen arbeitenden Menschen ginge es wie dir. Millionen, die in allen Städten auf die Straße gehen, für den Frieden, für den Umweltschutz, gegen Ungleichbehandlung und Homophobie. Gegen Verhandlungen mit Saudi-Arabien und gegen eine Bückepolitik gegenüber der Türkei, gegen die Stationierung von US-Atomsprengköpfen in Büchel und gegen die Steuerung von US-Todesdrohnen von Ramstein aus.

Du hättest außerdem genug Zeit, um herauszufinden, an welcher Stelle du bei der Wahl dein Kreuz machen willst. Alle Wähler hätten das, und sie würden dann vielleicht nicht mehr das wählen, was sie eben schon immer gewählt haben. Weißt du, wie viele Menschen in Oberbayern die CSU wählen, weil das halt schon immer so war? Ungefähr so viele wie ihre Lebenszeit der Arbeit opfern, weil das eben so sein muss. Was würde passieren, wenn alle Menschen mehr Zeit hätten, sich mit Politik auseinanderzusetzen und ihr Kreuz an der entsprechenden Stelle zu machen? Die Politiker würden ihre Wähler wieder ernst nehmen. Sie würden nichts über ihren Kopf hinweg entscheiden. Es gäbe mehr solche Proteste wie der gegen TTIP. Unsere Welt wäre ziemlich schnell eine andere.

Ja, das ist idealistisch und optimistisch, und man darf nicht vergessen, dass zu einer funktionierenden Demokratie auch eine gewisse Bildung gehört. Und es ist nicht gesagt, dass mit mehr Freizeit plötzlich auch genug Bildung vorhanden ist, um all das real werden zu lassen, was ich hier zusammenfantasiere. Aber Hand aufs Herz: Wenn du abends von der Arbeit kommst und zu erledigt bist, um noch ein Fass aufzumachen, weshalb du dich vor den Fernseher und die Füße hochlegst: Was schaust du dir dann an? Eine Dokumentation? Merkst du dir, was du in dieser Dokumentation erfährst? Liest du anschließend noch ein paar Details nach, um dir das Thema zu erschließen und es im Kopf zu behalten? Nein? Nun gut: Schaust du die Nachrichten? Und wenn ja, kannst du dann in Zusammenhang bringen, was dir da hochkomprimiert aufgetischt wird? Informierst du dich weiter? Nein? Dann schaust du also vielleicht einen Film, nicht etwa Arthouse, sondern Unterhaltung, mit der üblichen Liebesgeschichte und ein bisschen zu viel Action, einer Menge cooler Sprüche und einem vorhersehbaren Ende? Nicht zu schwere Kost, eher etwas fürs Herz und für die Augen? Und falls auch das nicht, dann gefallen dir vielleicht Shows – siehst du gerne Topmodels zu, verfolgst du Tanz- und Gesangswettbewerbe mit einer menschenverachtenden Jury, magst du es, wenn sich halbwegs bekannte Menschen durch Maden wühlen?

Falls nicht, dann möchte ich dich beglückwünschen, denn du gehörst damit einer Minderheit an. Ja, das ist die Bildung, die die meisten Menschen heute haben.

Und deshalb möchte ich alles zurücknehmen. Das Bedingungslose Grundeinkommen würde wohl nichts an unserer politischen Lage ändern, und mehr Freizeit würde nicht zu mehr Protest führen. Außer vielleicht gegen Menschen mit Migrationshintergrund und Flüchtlinge. Ich habe die Schuld zu sehr bei der Politik gesucht, doch jetzt sehe ich, dass es das Volk ist, das diese Politik verdient. Entschuldige die Störung, sagt sie.

Er sagt nichts.

12 Kommentare

  1. Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, denn das sind auch meine Gedanken, auch wenn ich zu den Personen gehöre, die Vollzeit arbeiten. Es ist halt die Frage, wie man es schafft, wieder mehr Zeit für sich zu gewinnen? Ich bin ja schon in der “glücklichen” Lage, dass ich Gleitzeit habe, von zu Hause arbeiten könnte und dass in der Firma Überstunden nicht gerne gesehen wird aber dennoch bleibt da einen nicht viel Freizeit über.

    1. Wie einem das gelingt, das ist die große Frage. Ich habe da auch keine Antwort drauf. Aber das bedeutet ja nicht, dass wir aufhören sollen, nach einer zu suchen. Diskurs ist Grundlage für Veränderung.

  2. Tatsache ist: es gibt kein Grundeinkommen, und wir wissen nicht, wie es wäre, hätten wir es. Wir träumen von der Umsetzung dieser Idee, als “Erlösungsphantasie” aus dem, worin uns dieses System, eine Arbeitsgesellschaft, der alles andere untergeordnet wird, uns gefangen hält, in umfänglicher Weise. Sowohl der massive Zeiteinsatz, als auch die lausige, ja geradezu pervers zu nennende Aussage eines Politikers: wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.
    Allerdings, käme das Grundeinkommen, diese Teil-Befreiung, gäbe es auch nur das, keineswegs mehr. Weder Bildung, gelebte Intimität und Wärme in einer Beziehung, liebevolle Interessenspflege, seelische Freude, sinnhafte Gedanken, geistige Entspannung nichts davon entstünde allein durch die monetäre Entlastung.
    Dennoch spricht überhaupt nichts dagegen, in einem Land zu leben, leben zu wollen, in dem die Menschen nicht fortwährend kompensieren, daß sie in Einseitigkeit leben müssen. Das gilt prinzipiell für alle, ob jemand nun gerne oder widerwillig seiner Berufstätigkeit nachgeht.

    1. Danke für deine Gedanken dazu. Ich bin auch absolut dafür, dass das BGE eingeführt wird. Und wir brauchen eine parteiübergreifende Diskussion. Bislang wird immer nur von einem einzigen Konzept ausgegangen, das dann angegriffen wird. Aber was spricht denn zum Beispiel dagegen, Spitzenverdiener aus dem BGE rauszunehmen? Ja, dann wäre es nicht mehr bedingungslos. Aber die Bedingungslosigkeit sollte doch vor allem für jene gelten, die mit einem Teilzeitjob niemals über die Runden kämen, und nicht denen, die eh schon so viel haben. Mir wäre es lieber, die Parteien, die das BGE ablehnen, würden ihre Kritik konstruktiv formulieren – und nicht immer mit dem Subtext: “Das wäre ja noch schöner, ihr faulen Säcke, nicht mit uns.”

  3. Ein gelungener fiktiver Dialog,der zum Nachdenken anregt.Ich möchte nur 2 kleine Anmerkungen machen:
    Gerade finanzielle Existenzängste lähmen Menschen in ihrer Produktivität,ihrer Weiterentwicklung und machen sie auf Dauer psychisch+physisch krank! Oft sind sie kein Teil der Gessellschaft, sondern leben isoliert.
    Der zweite Punkt ist,das das BGE Existenzängste nimmt und Freiräume ermöglicht,wie die ein jeder dann nutzt,stellt sich meiner Meinung nach erst heraus,wenn das BGE keine Utopie mehr wäre.Ich finde,das es Zeit ist für flexible Gesellschafts-und Arbeitsmodelle…und ich hoffe,das dieser Dialog fortgesetzt wird 😉

  4. Dein Text erinnert mich an Jahre meines Lebens, in denen es mir ähnlich erging, wenn auch vielleicht exessiver. Habe viele Jahre ein Leben zwischen
    Arbeit – Dialyse – Couch – Arbeit…. ,
    von der Glotze berieseln lassen, verbracht. Freizeitliche Aktivitäten fanden fast keine mehr statt. Dadurch verlor ich natürlich viele soziale Kontakte, denn wenn man ständig absagt, wird irgendwann nicht mehr gefragt. Nach Jahren, in einem lichten Moment, in dem mir diese Tatsache bewußt wurde, zog ich die “Reißleine”.
    Politisch allerdings noch immer wenig interessiert, wenn auch mit linker Grundeinstellung. Dann, als dieses rechte Gesocks auf den Plan trat, war klar jetzt ist Schluß mit lustig, das unpolitische ist nun auch vorbei. Aufgewacht sozusagen, Paroli bieten! Einmal aufgewacht ist “eindusseln” nicht mehr möglich.

  5. Ein schöner Text mit vielen Anregungen. Danke.
    Ich bekomme jedoch nicht die “Berechnung” der der Arbeitszeit/Lebenszeit auf die Reihe uns sehe das komplett anders. Selbst bei einer 40-Stunden-Woche komme ich nur auf einen Arbeitsanteil von 23%. Eine Vollzeitarbeit als 24h/Tag Job anzusehen passt nicht.
    Wir arbeiten bei 11 Kollegen durchschnittlich 28 Stunden, das sind dann nur noch 17%.
    Das was “drumherum” passiert, mit: Gassi gehen, vorm Fernseher einschlafen, mit-der-frau-nicht-streiten-wollen etc. ist doch nicht der Arbeit zuzuschreiben, sondern kann durch aus auch noch in den 3,5 Tagen der arbeitsfreien Vision auftreten.
    Natürlich kann man auch sich auch mit 3,5 Tagen Arbeit überarbeiten. Natürlich kann man auch durch ehrenamtlich Arbeit oder politisches Engagement in ein Burn-Out rutschen.

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