Der Totenprinz

Diese (schon etwas ältere) Kurzgeschichte war ein Experiment für mich, das meiner Meinung nach gründlich in die Hose gegangen ist. Ich probierte einen neuen Schreibstil aus, der sich arg gekünstelt liest. Auch der Inhalt ist anders als alles, was ich sonst schreibe – zu viel Fantasy und zu viel Hach bei zu wenig Tiefe. In die Tonne soll „Der Totenprinz“ trotzdem nicht, denn vor dem Hintergrund des Experiments nimmt er in meiner Liste der gescheiterten Kurzgeschichten einen besonderen Platz ein. Diese Story ruft ganz laut: So bitte nicht schreiben!

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Neukölln blüht

Das rote Licht zwinkerte nie. Auf einem dünnen Bein stand es auf dem Dach des Nachbarhauses, und wenn ich nachts aufwachte, starrte es in mein Kinderzimmer. Ich weiß nicht, warum ich es fürchtete. Doch es verfolgte mich in meine Träume und sollte mir bis ins Erwachsenenalter nicht mehr aus dem Kopf gehen.

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„Wenigstens bin ich nicht tot.“

Fünf Tage die Woche ist er im Einsatz, und es bleibt neben der Arbeit keine ganze Stunde, die er für sich hat, ohne im Auto zu sitzen oder sich mit seiner Frau auseinandersetzen zu müssen. Er steht um sechs Uhr auf, sitzt um sieben Uhr im Auto, ist um acht Uhr im Büro, das er um 18 Uhr wieder verlässt, um eine Stunde später vor dem Haus zu parken, in dem er lebt; er unternimmt einen Spaziergang mit dem Hund, danach gibt es Essen und dann ist der Tag um, er ist satt und erschöpft und hat keine Lust, noch ein Fass aufzumachen, also liegt er auf dem Sofa und schaut fern, bis ihm die Augen zufallen und er ins Bett geht, um bis sechs Uhr morgens zu schlafen.

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Traumtaucher

Unter der Kategorie Storys findet ihr jetzt die Erzählung „Traumtaucher“. Darin träumt die junge Mona eines Nachts von einem Rucksack, der ihr reales Leben völlig auf den Kopf stellt. Ich präsentiere euch das erste Kapitel im Rahmen eines Work-in-Progress-Projekts: Das bedeutet, dass eure Kommentare, Reaktionen und Spekulationen Einfluss auf den weiteren Verlauf der Handlung nehmen können. Lassen wir uns von dem Ergebnis überraschen. Hier geht’s zu: Traumtaucher

Der rote Knopf

Viele Menschen neigen dazu, emotional an Gegenständen zu hängen. Ich etwa hatte einen roten Knopf am Handy, den mir ein Südkoreaner aus Seoul, Hyungsik Kim, im Museum für Moderne Kunst in Dublin gegeben hatte. Er wollte, dass ich an einem Kunstprojekt teilnahm, und obwohl ich meine Aufgabe schnell erfüllt hatte, habe ich den roten Knopf danach zwei Jahre lang nicht weggeworfen.  → weiterlesen

Rezept: Chili sin Carne

Dieses Chili koche ich schon seit vielen Jahren. Anfangs noch mit Experimentierfreude – da landete schon mal Zimt im Essen und der Topfinhalt im Müll.

Auch die Umstellung auf vegetarische Kost musste das Chili überleben, denn auf mein Lieblingsessen wollte ich nicht verzichten. Heute ist es nicht mehr so, dass jedes meiner Chilis anders schmeckt. Ich habe mein Rezept gefunden.  → weiterlesen

Recherche am Walchensee

Die Orte, an denen ich recherchiere, besuche ich immer mehrmals. Heute zum Beispiel. Das Bequeme an der Ingame-Recherche für Cronos Cube 2: Ich muss nicht unbedingt nach Irland reisen; das Walchenseekraftwerk tut’s auch. Und es schreibt sich erstaunlich gut mit dem Dröhnen der Turbinen und Generatoren im Hintergrund. → weiterlesen