Wie ihr mich unterstützen könnt

Aufmerksame Leser meines Blogs wissen: Bis man vom Schreiben leben kann, dauert es ein paar Jahre, ganz egal, wie fleißig man bei der Sache ist. Wenn ihr mich und meine Arbeit unterstützen wollt, könnt ihr das ab sofort wieder per PayPal tun:

Ich freue mich über jede Spende, von der ich mir einen Stapel neuer Versandkartons oder einfach nur ein Päckchen Räucherstäbchen leisten kann, und danke euch von Herzen. <3

Cronos Cube Christmas

Dieses Jahr gibt es bei mir etwas ganz Besonderes: Geschenksets mit Cronos Cubes und Gimmicks – darunter eine richtige Dose des Energydrinks Red Rebel …! Ich verpackte euch das Set so, dass ihr es direkt verschenken könnt, auf Wunsch auch mit einer Grußkarte. Hier könnt ihr es bei mir ordern: Zur Bestellseite

Kann ich vom Schreiben leben?

Ich wollte wissen, welchen Eindruck ich auf Twitter erwecke: Denken meine Leser:innen, ich könnte vom Schreiben leben oder nicht?

Das Ergebnis hat mich dann doch ein bisschen erschreckt. Aber irgendwie habe ich auch damit gerechnet. Denn was meine Leser:innen sehen, ist, dass ich keinen anderen Job habe und mich ganz aufs Schreiben konzentriere. Das muss ein unfehlbarer Beweis sein! Also, kann ich vom Schreiben leben? → weiterlesen

Interview in der Süddeutschen Zeitung

Die SZ-Reporterin Christa Gebhardt hat mit mir über Cronos Cube 3 – Der freie Wille gesprochen, das am 21. September 2020 bei Oetinger Taschenbuch erscheint. Am Dienstag war das Interview im Blatt, ihr könnt es hier online nachlesen: Zum Interview

Interview auf Radio Alpenwelle

Mitte Juni hat mich Radio Alpenwelle zu Cronos Cube interviewt. Meine Antworten wurden am 24. Juni in der Morningshow gesendet: Immer zu Beginn einer vollen Stunde kam ein weiterer Teil. Die Redaktion war so nett, mir die Mitschnitte zur Verfügung zu stellen. Hier könnt ihr sie nachhören:

Interview Teil 1 (nach 6 Uhr)
Interview Teil 2 (nach 7 Uhr)
Interview Teil 3 (nach 8 Uhr)
Interview Teil 4 (nach 9 Uhr)

Hurra!

Das Märchen vom Mandelkern. Eine Gute-Nacht-Geschichte für nachtaktive Amygdalas

Es war einmal ein Mandelkern, der wollte gern, dass alle Welt ihm zuhörte. Doch leider erzählte der kleine Mandelkern nur düstere Geschichten, und so wandten sich die Leute von ihm ab, wenn sie ihn sahen.

Der Mandelkern wartete vor den Fenstern der Menschen, bis sie eingeschlafen waren. Dann kletterte er neben ihr Bett und erzählte seine Geschichten trotzdem, wobei er so tat, als hörte man ihm aufmerksam zu. So hielt er es Nacht für Nacht, einen Sommer lang. Die Menschen wurden immer zorniger und trauriger, und niemand konnte sich erklären, warum. Sie suchten nach dem Übeltäter, der ihnen die gute Laune verdarb, suchten ihn Tag und Nacht. Schließlich erwischten sie den kleinen Mandelkern am Bett einer jungen Witwe. Sie umzingelten den Miesepeter und warfen ihn in den tiefsten Brunnenschacht, den sie finden konnten. Da saß der kleine Mandelkern und weinte bitterlich über seine Einsamkeit, denn nun gab es niemanden mehr, der seinen Geschichten lauschte.

Es verging der Herbst und der kleine Mandelkern schrumpelte ein wenig vom vielen Weinen. Weil ihm niemand mehr zuhörte, erzählte er sich die Geschichten eben selbst, und so wurde er immer trauriger und trauriger. Eines Tages kam ein Kind an den Brunnen.

“Warum weinst du so fürchterlich, kleiner Mandelkern?”, fragte das Kind.
“Ach, ich habe so dunkle Gedanken, und alle Geschichten, die ich mir erzähle, handeln davon, dass ich nie wieder die Sonne spüren werde”, sagte der Mandelkern.
“Warum erzählst du dir keine fröhliche Geschichte?”, fragte das Kind.
“Pff, als wäre das so einfach”, murrte der Mandelkern. Da lief das Kind davon und kam nicht wieder zurück.

Allein im Dunkeln gab sich der kleine Mandelkern seinen finsteren Geschichten hin, bis er noch ein wenig mehr geschrumpelt war. Im Winter trat ein alter Mann an den Brunnen heran. “Warum bist du so traurig, Mandelkern?”
Er bekam die gleiche Antwort wie das Kind: “Ich erzähle mir immer diese finsteren Geschichten, aber gib dir keine Mühe, das lässt sich nicht ändern.”
“Ach, das kenne ich”, sagte der Alte. “Man muss eben lernen, damit zu leben. Wenn man die ganze Zeit damit beschäftigt ist, die fiesen Geschichten zu ignorieren, verpasst man auch die freundlichen. Deshalb ist es am besten, die düsteren Gedanken kurz zur Kenntnis zu nehmen und abzunicken, und fertig.”
“Und dann?”, fragte der Mandelkern.
“Na, dann kommt eben die nächste Geschichte. Die sind immer im Rudel unterwegs, weißt du doch.”
“Hm”, machte der Mandelkern.

Als der alte Mann weg war, ließ er sich die Worte noch einmal durch den Kopf gehen. Und als die finsteren Geschichten kamen, da nahm er sie zur Kenntnis und nickte sie ab, und fertig. Nach einer Weile fiel ihm auf, dass es auch viele freudige Geschichten zwischen den finsteren gab. Die machten ihm viel mehr Spaß, weshalb er sie sich rauf und runter erzählte.

Irgendwann schlief der kleine Mandelkern mit einem Lächeln ein. Er träumte, dass er aus dem Brunnenschacht schwebte und zu den Menschen zurückkehrte, um ihnen die schönen Geschichten zu erzählen. Manchmal auch die finsteren, aber nicht nur. Alle winkten ihm und freuten sich, wenn er kam. Und alle Welt hörte ihm zu. Der kleine Mandelkern erwachte und merkte, dass der Traum Wirklichkeit geworden war. Er hatte nur so viel Neues zu erzählen, dass ihn dabei der Schlaf eingeholt hatte.

~ Ende ~

Blick zurück

Habe heute mal wieder im ersten Band von Cronos Cube geblättert. Seither versuche ich mir zu vergegenwärtigen, dass die Art, wie ich damals geschrieben habe, ein notwendiger Entwicklungsschritt war. Trotzdem würde ich ein paar Formulierungen heute wirklich gerne überarbeiten. Besonders solche Sätze wie:

… fragte Hideki freundlich, Melpo die Hand entziehend. (S. 333)

Meine Lektorin hat mich damals gewarnt. “Das würde man nur im Englischen so schreiben”, hat sie gesagt. Ich wollte nicht hören. Jetzt sehe ich, was sie meinte. Sie hat eben noch häufiger recht, als ich ohnehin schon dachte.

Doch dann fällt mir Patricia Highsmith ein, das große Idol meiner Zwanziger, und wie ich zum ersten Mal ihr Debüt gelesen habe. Zuvor hatte ich die Ripley-Bücher verschlungen (dieser kleine Psycho Tom Ripley ist die große literarische Liebe meines Lebens und wird es immer bleiben). Gegen die Ripley-Bücher kam “Zwei Fremde im Zug” recht sperrig, fast ungelenk daher. Trotzdem habe ich das Buch geliebt.

Ich sollte häufiger an die großartige Pat denken.

Cronos Cube 3 vorbestellen

Der Vorverkauf für CRONOS CUBE 3 – DER FREIE WILLE hat begonnen. Vermutlich wünschen sich viele von euch auch diesmal ein signiertes Exemplar. Damit ich die Bestellungen so einfach und schnell wie möglich abwickeln kann, möchte ich euch bitten, Folgendes zu tun: Geht auf den Reiter Cronos Cube/Bestellungen (oder klickt alternativ hier), lest euch die Anleitung durch und füllt das Formular aus.

Auf diesem Weg können künftig auch Cronos Cube 1 und 2 bei mir bestellt werden.